Ratgeber Lackfräse

Doro

Lackfräse
© Anselm / stock.adobe.com

Wer schon einmal per Hand Lackschichten von Möbeln, Wänden etc. entfernen musste, der wird ein Lied davon singen können – es ist eine der meistgehassten Arbeiten bei allen Heimwerkern. Wie schön wäre es da, wenn es ein elektronisches Werkzeug gäbe, das einem diese Arbeit nahezu komplett abnimmt. Das gibt es! Die Rede ist von einer sogenannten Lackfräse, teilweise auch Farbentferner bzw. Lackentferner genannt. Allerdings gibt es ein solches Spezialgerät derzeit nur von der Marke Metabo im Handel zu kaufen.

Diese Lackfräse ist, wie alle Fräsen, ein hervorragendes Werkzeug zum umweltfreundlichen Entfernen von Farben und Lacken von Holzoberflächen. Im Vergleich zu herkömmlichen Methoden bietet sie eine Zeitersparnis von bis zu 70 % und ist perfekt für den Einsatz im Rahmen von Renovierungsprojekten aller Art geeignet. Das Gerät verfügt über eine stufenlose Tiefeneinstellung, mit der sich auch bei mehreren Altlackschichten präzise Ergebnisse erzielen lassen. Das Aluminiumdruckguss-Getriebe sorgt für optimale Wärmeableitung und Langlebigkeit.

Die wendbaren Wolframkarbidklingen können auf vier Seiten eingesetzt werden und gewährleisten eine hohe Lebensdauer. Über den Absaugadapter lässt sich die Metabo Lackfräse an jeden externen Staubsauger anschließen. Der starke Motor bietet eine hohe Leistungsreserve und ist mit einer Metabo S-Automatik-Sicherheitskupplung ausgestattet, die für ein sicheres Arbeiten sorgt.

Metabo Lackfräse – die wichtigsten Vorteile auf einen Blick:

  • Bis zu 70 % Zeitersparnis im Vergleich zu herkömmlichen Arbeitsmethoden
  • Zum umweltfreundlichen Entfernen von Farben und Lacken, auch für den Heimwerker, insbesondere von Holzoberflächen, z. B. Fenstern, Treppen, Türen und Wandverkleidungen
  • Auch geeignet für die Bearbeitung von unbehandeltem Holz
  • Variabel einstellbare Frästiefe
  • Getriebegehäuse aus Aluminium-Druckguss, dadurch optimale Wärmeableitung und Langlebigkeit
  • Langlebiges Hartmetall-Wendemesser, vielseitig verwendbar
  • Absaugmöglichkeit für Schleifstaub durch Anschluss eines Staub- oder Allzwecksaugers

Technische Daten:

  • Drehmoment: 2 Nm
  • Maximale Kerbentiefe: unbegrenzt
  • Seitliche Fräshöhe: 28 mm
  • Radiale Frästiefe: 0,15 mm
  • Ausgangsleistung: 430 W
  • Leerlaufdrehzahl: 10.000 U/min
  • Umdrehungen bei Nennlast: 6.700 U/min
  • Gewicht: (ohne Netzkabel) 2,4 kg
  • Kabellänge: 4 m

Arbeiten mit der Lackfräse

Das Werkzeug ist eine Art Kreuzung zwischen einem Hobel und einem Winkelschleifer. Der kreisförmige Kopf verfügt über kleine, austauschbare Hartmetallbits. Mit einem Durchmesser von etwa 2 cm. Der Kopfdurchmesser beträgt etwa 7,6 cm. Die durchdachte Bauweise des Fräskopfes sorgt dafür, dass der Arbeitsradius bis an die Werkstückkanten reicht. In Ecken bleibt lediglich ein minimaler Rest stehen, der dann manuell entfernt werden muss.
Bevor das Gerät seine Arbeit aufnehmen kann, sollten Sie ein wenig Vorbereitungsarbeit leisten. Den Karbidschneiden bekommt es nicht besonders gut, wenn sie auf Nägel o. ä. im Werkstück treffen. Also sollte dieses zuvor gründlich untersucht und evtl. Metallteile entfernt werden.
Des Weiteren ist unbedingt darauf zu achten, die Schnitt- bzw. Frästiefe vor Beginn der Arbeiten korrekt einzustellen. Hierzu liegt dem Gerät ein passender Sechskantschlüssel bei. Bei zu groß eingestellter Frästiefe trägt die Lackfräse nicht nur die gewünschte Lackschicht ab, sondern auch einiges vom Material darunter.
Beim anschließenden Arbeiten gilt es, die Maschine möglichst ruhig und gleichmäßig über die zu bearbeitende Fläche zu führen, damit keine Wirbelspuren oder raue Stellen entstehen. Sind diese doch zu sehen, kann es auch daran liegen, dass die Klingen stumpf geworden sind. In diesem Fall können die Klingen gedreht werden, so dass die Arbeit direkt weitergehen kann.

Fazit

Man kann trefflich darüber diskutieren, ob der Kauf einer Lackfräse wirklich notwendig ist. Wenn man jedoch alleine die Zeitersparnis bedenkt, ist die Metabo Lackfräse geradezu ein Schnäppchen. Dies gilt besonders, wenn große Flächen – etwa Wandvertäfelungen aus Holz – bearbeitet werden sollen.