Gerade frisch getrennt? Zu einem Arbeitsplatz mit schlechterer Bezahlung gewechselt? Oder einfach den Wunsch, Ballast abzuwerfen und das Leben „leichter“ zu machen? Es gibt viele Gründe für ein Downsizing des eigenen Wohnraums, also das systematische Verkleinern im Vergleich zu bisherigen Wohnraumgröße. Doch wie geht das, ohne hinterher etwas zu vermissen oder ständig Dinge zu suchen, die nicht mehr vorhanden sind. Mit unseren Tipps lösen sich diese Probleme in Luft auf.
Vorteile eines kleineren Wohnraums
Menschen neigen dazu, sich im Laufe ihres Lebens ständig zu vergrößern. Während die erste (Studenten-)Bude in der Regel noch aus einem einzigen Zimmer – oft in einer WG – bestand, werden die Wohnungen anschließend immer größer, bis hin zum eigenen Haus. Mit der Wohnungsgröße wächst naturgemäß auch der Besitz, immer mehr Dinge häufen sich an. Viele davon braucht man nur einmal oder erst gar nicht.
Irgendwann kommt dann der Wendepunt und man verkleinert sich wieder, was viele Vorteile mit sich bringt. Offensichtlichster Punkt ist die Kostenersparnis. Gerade heute, wo Wohnraum immer teurer wird (egal ob Miete oder Kauf), lässt sich mit einer kleineren Wohnung viel Geld sparen. Die Basismiete sinkt, und auch die Nebenkosten verringern sich spürbar.
Doch nicht nur das: Viele Menschen empfinden das Verkleinern des Wohnraums auch als eine echte Erleichterung, es wird im wahrsten Sinne des Wortes Ballast abgeworfen. Hinterher fühlt man sich freier, kann sich auf das Wesentliche im Leben fokussieren. Und man muss nicht mehr ständig nach irgendwelchen Dingen im eigenen Haushalt suchen, ebenfalls ein klarer Vorteil.
Verkleinern muss gut geplant sein!
Der Wunsch steht also, man möchte sich verkleinern. Jetzt anzufangen, wahllos Dinge auszumisten und wegzuwerfen, ist allerdings der falsche Weg. Zunächst steht eine solide Planung an. Erst einmal ist zu eruieren, wie viel Wohnraum nach der Verkleinerung noch zur Verfügung steht. Anhang dieser Fakten kann dann entschieden werden, welche Möbel weiterhin verwendet werden können und welche entsorgt werden müssen. Und daran wiederum bemisst sich, welche Kleidung, Haushaltsgegenstände etc. bleiben dürfen. Schließlich soll am Ende alles gut verstaut sein und nicht einfach so im neuen Haushalt herumliegen.
Die Bestandsaufnahme
Eine Verkleinerung, ohne sich anschließend ärmer zu fühlen, gelingt vor allem dann, wenn nur die wichtigsten Gegenstände aufbewahrt werden. Soll heißen: Alles, was nicht unbedingt gebraucht wird, kann weg! Und genau hierfür gibt es eine goldene Regel, die immer wieder von Experten angewandt wird. Diese Regel besagt, dass alles, was innerhalb des letzten Jahres nicht benutzt wurde, auch in Zukunft nicht benutzt werden wird und daher entsorgt bzw. verkauft werden kann. Die meisten Menschen werden sich beim Ausmisten wundern, wie viele Dinge auftauchen, die mehr als ein Jahr nicht mehr benutzt wurden – teilweise sogar noch nie.
Es gilt also, die häufig genutzten und wirklich wichtigen Dinge im Haushalt von den unwichtigen zu trennen. „Das klappt am besten mit einer schriftlichen Liste, in die der gesamte Hausrat eingetragen wird“, rät ein professioneller Entrümpler aus Düsseldorf. Zusätzlich zu den Kategorien „oft benutzt“ und „im letzten Jahr überhaupt nicht benutzt“ kann eine Kategorie „selten benutzt“ angelegt werden. Der hier eingetragene Hausrat kann dann evtl. in Kartons verpackt im Keller oder auf dem Dachboden eingelagert werden.
Wie ausmisten, ohne ärmer zu werden?
Sich verkleinern, ohne im Kopf „ärmer“ zu werden, ist das eine. Ein finanzielles Schnippchen daraus zu schlagen, das andere. Statt Dinge einfach wegzuwerfen, sollte man daher versuchen, alles mit einem gewissen Wert zu verkaufen. Hierfür eignen sich regionale Anzeigen sehr gut, etwa in speziellen Anzeigenblättern oder an den schwarzen Brettern, die viele Supermärkte im Ein- bzw. Ausgangsbereich zur Verfügung stellen.
Ergänzend dazu bietet es sich an, auch die entsprechenden Kleinanzeigenplattformen im Internet zu nutzen. Hier erreicht man nicht nur ein regionales Publikum, sondern Interessenten aus ganz Deutschland und sogar aus dem Ausland. Gerade bei kleinen Dingen, die verschickt werden können, erhöhen sich hier die Chancen für einen Verkauf enorm. Und was nicht verkauft werden kann, könnte einem anderen Menschen als Geschenk mitunter große Freude bereiten. Das füllt zwar nicht den eigenen Geldbeutel, sorgt aber für ein gutes Gefühl. Schließlich ist nicht jeder finanziell so gut gestellt, dass er sich alles Nötige kaufen kann.
Übrigens: Wem das ganze Vorhaben von Anfang an zu viel ist oder irgendwann über den Kopf wächst, der sollte sich Hilfe beim Profi holen. Was ansonsten mitunter Wochen dauert, kann ein professioneller Entrümpler in wenigen Stunden oder Tagen erledigen. Er weiß genau, was wie und wo entsorgt werden muss und kann wertvolle Tipps zur Organisation des gesamten Prozesses geben. Das dafür fällig werdende Entgelt ist sicher sehr gut angelegt. Wir wünschen viel Erfolg!








